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Virtuelle Anprobe und Datenschutz: was mit dem Foto der Kundschaft passiert
Eine virtuelle Anprobe arbeitet mit dem Foto einer Person, und das wirft genaue Fragen auf: wohin es geht, wer es sieht, wie lange es bleibt. Cabinas Antworten, Punkt für Punkt, und die Fragen an jeden Anbieter.
Das Foto dient zwei Zwecken, und sie unterscheiden sich
Bei einer virtuellen Anprobe hat das Foto zwei Verwendungen. Die erste ist das Schätzen der Maße — Körpergröße, Brust, Taille, Hüfte — für die Größenempfehlung. Die zweite ist das Erzeugen des Bildes der Person mit dem Kleidungsstück am Körper. Es sind zwei getrennte Verarbeitungen, und bei Cabina laufen beide auf Diensten für Bildanalyse und Bilderzeugung: in beiden Fällen verlässt das Foto also das Gerät.
Das klar zu sagen ist die erste Pflicht: ein Anbieter, der verspricht, „das Foto verlässt nie das Handy“, und dann ein fotorealistisches Bild erzeugt, beschreibt etwas, das bei einer generativen Anprobe nicht wahr sein kann.
Nichts wird ohne ausdrückliche Einwilligung gesendet
Das Foto wird erst gesendet, wenn die Person eine gezielte Einwilligung gibt, über ein eigenes Kästchen — und wer den Haken entfernt, widerruft sie. Das ist keine versteckte Zeile in den AGB: es ist eine Entscheidung, die in dem Moment erscheint, in dem sie zählt, vor dem Senden.
Wer kein eigenes Foto verwenden will, bleibt nicht außen vor: man wählt eines der vordefinierten Models mit einer ähnlichen Figur, und in diesem Fall verlässt das eigene Foto das Gerät nicht, weil es gar nicht existiert. So lässt sich die Kabine auch in unserem Demo-Shop ausprobieren, ohne Anmeldung.
Wohin es geht, und wie lange
Mit Einwilligung wird das Foto an die KI-Anbieter gesendet, die Schätzung und Erzeugung ausführen, und danach gelöscht. Die Datenschutzerklärung sagt, an wen es geht und wie lange es bleibt: kein Detail, das man der Fantasie überlässt, denn genau das hat die Kundschaft ein Recht zu wissen.
Das erzeugte Bild — die Person mit dem Kleidungsstück — wird in einem privaten Speicher aufbewahrt, damit es nicht bei jedem Öffnen neu erzeugt werden muss, erreichbar nur über einen temporären Link, der nach einer Stunde abläuft, und nach 30 Tagen automatisch gelöscht. Der Händler hat keinen Zugriff: wer das Ergebnis behalten will, ist die Kundin oder der Kunde, über den Button „Teilen“.
Maße werden nicht gespeichert, und niemand trackt
Die geschätzten Maße dienen der Größenempfehlung und bleiben nur für die Dauer der Sitzung: es gibt keine Datenbank mit Körpermaßen, weder bei uns noch im Shop. Das ist eine Designentscheidung, keine Einstellung: es gibt nichts zu konfigurieren, um sie zu bekommen.
Beim Tracking: keine Profiling-Cookies, keine Pixel auf den Maßen. Der Händler sieht im Dashboard aggregierte Zahlen — wie viele Sitzungen, wie viele abgeschlossen — und nie, wer was anprobiert hat.
Was der Händler tun muss
Wenig, aber nicht nichts. Das Foto läuft über deinen Shop, also sollte deine Datenschutzerklärung die virtuelle Anprobe und die beteiligten Anbieter nennen — unsere ist so geschrieben, dass man sie verweisen kann. Hast du ein Cookie-Banner, rührt die Kabine es nicht an: sie setzt keine Profiling-Cookies.
Und es lohnt sich, der Kundschaft in einfachen Worten neben dem Anprobe-Button zu erklären, was passiert: Transparenz ist hier auch ein Hebel für die Conversion, denn wer weiß, dass das eigene Foto verschwindet, lädt es bereitwilliger hoch.
Die Fragen an jeden Anbieter
- Verlässt das Foto das Gerät? Für welche Verarbeitungen, und an wen?
- Gibt es eine ausdrückliche Einwilligung vor dem Senden, und lässt sie sich widerrufen?
- Kann, wer ablehnt, trotzdem anprobieren, mit Models?
- Wo liegt das erzeugte Bild, wer sieht es, und wann wird es gelöscht?
- Werden Körpermaße irgendwo gespeichert?
- Gibt es Tracking-Cookies oder Pixel auf der Kundschaft?
Es sind dieselben Fragen, die wir uns gestellt haben. Die anderen Punkte vor der Wahl — Kosten, Sprachen, was nach der Anprobe passiert — stehen in Wie man eine App für virtuelle Anprobe auswählt.
